- Die Eta-Aquariden-Meteorschauer erreichen ihren Höhepunkt am 6. Mai, mit optimalen Bedingungen auf der Südhalbkugel. Auf der Nordhalbkugel sind 10-20 Meteore pro Stunde sichtbar. Mars und Jupiter sind nach Sonnenuntergang im Westen, Venus und Saturn bei Morgendämmerung zu sehen. Am 23. Mai bildet der Mond eine kosmische Versammlung mit Saturn und Venus. Eine Nova im T Coronae Borealis-System wird in den kommenden Monaten erwartet.
Ein neuer Monat hat gerade erst begonnen und mit ihm kehrt die NASA zurück mit faszinierenden Tipps, was die nächsten Wochen am Himmel zu entdecken ist. Zuallererst sei der Eta-Aquarid-Meteorschauer erwähnt, der seine Ursprünge beim Halleyschen Kometen hat.
Die Eta Aquariden sind durch ihre enorme Geschwindigkeit bekannt. Viele von ihnen ziehen beeindruckende Staubspuren hinter sich her, die für Sekundenbruchteile nachleuchten, nachdem der Meteorit die Atmosphäre durchquert hat. Laut der neuesten Beobachtungsvideo der NASA erleben wir auf der Südhalbkugel einen der imposantesten jährlichen Meteorschauer. Nördlich des Äquators ist das Spektakel zwar weniger intensiv, dennoch kann man mit etwa 10 bis 20 Meteoren pro Stunde rechnen. Ideal sind die Bedingungen in der Nacht des Höhepunkts, am 6. Mai, wenn der Mond gegen 3 Uhr morgens untergeht und bis zum Morgengrauen dunkle Himmel für optimale Beobachtungen hinterlässt. Finden Sie einen Ort fernab von Lichtverschmutzung und mit freiem Blick auf den Himmel, um die besten Chancen auf eine Vielzahl von Sternschnuppen zu haben.
Planetenvielfalt im Mai
Des Weiteren bietet der Mai hervorragende Gelegenheiten, diverse Planeten am Nachthimmel auszumachen. Beispielweise in den Stunden nach Sonnenuntergang lassen sich Mars und Jupiter im Westen gut beobachten. Mars lässt sich durch seine lachsfarbige Tönung erkennen, während Jupiter durch seine Helligkeit hervorsticht. Frühaufsteher haben zudem die Möglichkeit, Venus und Saturn bei Morgendämmerung zu erfassen. Zurzeit befinden sich die Planeten noch in relativer Nähe zueinander, doch wird sich der Abstand im Laufe der Wochen vergrößern.
In den letzten Tagen des Mais können Frühaufsteher eine kosmische Versammlung beobachten: Der Mond trifft auf Saturn und Venus im östlichen Himmel kurz vor der Morgendämmerung. Am 23. Mai schwebt der Mond als schmaler Sichel zwischen diesen beiden Planeten.
Warten auf eine Nova
Die NASA hat auch Hinweise darauf, wie man eine Nova beobachtet – eine plötzliche, helle Explosion auf der Oberfläche eines Weißen Zwerges, ausgelöst durch die rasche Verschmelzung akkumulierten Wasserstoffs eines Begleitsterns. Ein bemerkenswerter Vorfall findet im binären Sternensystem T Coronae Borealis statt. Das System ist etwa 3.000 Lichtjahre entfernt und besteht aus einem roten Riesenstern, der von einem kleineren weißen Zwergstern umkreist wird. Etwa alle 80 Jahre sammelt der Zwergstern so viel Wasserstoff des anderen Sterns an, bis eine thermonukleare Explosion zündet – die besagte Nova. Astronomen erwarten dieses Ereignis in den kommenden Monaten. Glaubt man den Berechnungen, könnte es so hell wie der hellste Stern des Sternbildes – und nahezu vergleichbar mit Polaris, dem Nordstern – sein. Beobachtungen werden empfohlen, da solche Himmelsereignisse einige Tage sichtbar sein könnten.
All diese himmlischen Schauspiele setzen natürlich klare Himmel voraus. Hoffen wir daher, dass uns die Wolken nicht im Stich lassen, sodass die Mai-Entdeckungsreise ein ungetrübtes Vergnügen bleibt.

