- Framework bringt einen neuen Desktop-PC auf den Markt, der auf kompakte Größe und hohe Leistung abzielt. Der Framework Desktop nutzt einen AMD Ryzen AI Max Prozessor und bietet bis zu 128 GB eingelöteten RAM. Die Preisgestaltung beginnt bei 1.099 $ für die Standardausführung und geht bis zu 1.999 $ für die komplett ausgestattete Variante. Das System bietet Modularität durch austauschbare Seitenverkleidungen und Erweiterungsschächte, bleibt jedoch weniger aufrüstbar als typische Framework-Produkte. Der Desktop ist mit Windows 11 sowie gängigen und spielorientierten Linux-Distributionen kompatibel.
Wenn Sie Produkte über Links in unseren Artikeln kaufen, verdienen wir möglicherweise eine Provision. Dies unterstützt unseren Journalismus. Das ursprüngliche Framework Laptop warb damit, die Modularität und Reparierbarkeit von Desktop-PCs in ein funktionales, dünnes und leichtes Laptop-Format zu bringen. In den letzten fünf Jahren hat das Unternehmen dieses Versprechen mit mehreren Motherboard-Upgrades und anderen Anpassungen für das ursprüngliche 13-Zoll-Framework-Laptop eingehalten. Mit dem Framework Laptop 16 und Laptop 12 verfolgt das Unternehmen das gleiche Konzept für Gaming-/Workstation-Anwendungen und kostengünstige Modelle für Studierende.
Framework Desktop – Eine neue Ära für Desktop-PCs?
Eine der Ankündigungen von Framework in dieser Woche betrifft den ersten Desktop-PC der Firma. Unverblümt als Framework Desktop bezeichnet, richtet sich dieses Gerät weniger an die allgemeine PC-Nutzergruppe, sondern eher an Personen, die den kleinsten und leistungsstärksten Desktop bauen möchten und bereit sind, dafür einen Aufpreis zu zahlen. Die Vorbestellungen für dieses System beginnen jetzt, und Framework kündigt an, dass es im dritten Quartal 2025 ausgeliefert werden soll. Die Frage, die sich hier stellt: Was bringt ein Unternehmen, das versucht, ein Desktop-ähnliches Laptop zu erstellen, in eine bereits standardisierte, aufrüstbare und reparierbare Desktop-Welt ein?
Die Antwort liefert der heute angekündigte Framework Desktop: ein Gaming-PC, der viele PC-Standards nutzt und eine einzigartige Kombination aus kleiner Größe und hoher Leistung bietet. Dennoch ist er weit weniger modular und aufrüstbar als ein Mini-PC, den man bereits kaufen oder selbst bauen könnte. Der Framework Desktop verwendet einen AMD Ryzen AI Max Prozessor, eine Radeon 8060S integrierte GPU und zwischen 32 GB und 128 GB eingelöteten Arbeitsspeicher. Trotz der technischen Einschränkungen bietet der Rahmen eine Leistung, die einem mittleren dedizierten Laptop-GPU ähnelt.
Preisgestaltung und Leistung: Lohnt sich der Umstieg?
In der von Framework angebotenen Standardausführung kostet der PC ab 1.099 $, was einen Ryzen AI Max 385 (das ist eine 8-Kern-CPU mit 32 GPU-Kernen) und 32 GB RAM umfasst. Eine voll ausgestattete Variante mit 128 GB und einer Ryzen AI Max+ 395-Konfiguration (16 CPU-Kerne, 40 GPU-Kerne) kostet 1.999 $. Es gibt auch eine Zwischenlösung mit dem Ryzen AI Max+ 395-Chip und 64 GB RAM für 1.599 $. Wenn Sie nur die Mini-ITX-Platine wünschen, um sie in ein eigenes Gehäuse zu integrieren, beginnt der Preis bei 799 $.
Keine dieser Optionen ist ein Spontankauf, aber sie sind etwas günstiger als ein gaming-fokussierter Mini-PC wie der Asus ROG NUC, der nur mit halb so viel RAM ausgestattet ist. Preislich liegen sie auch gut im Vergleich zu einem Eigenbau-Mini-ITX-PC auf Basis integrierter Grafik. Zwar übertrifft der Framework Desktop nicht die Volumenrekorde, stellt jedoch ein verlockendes Angebot dar: ein leistungsstarker, 1440p-fähiger Gaming- und Workstation-PC in einem Gehäuse, das kaum größer als eine Spielkonsole ist.
Konventionen überwinden: An wen richtet sich der neue Desktop?
Obwohl der Desktop aufgrund der nicht aufrüstbaren Komponenten von der typischen Framework-DNA abweicht, versucht das Unternehmen dennoch, eine unversorgte Marktnische mit einem möglichst standardisierten Gerät anzusprechen. Framework nutzt wesentliche PC-Standards, beginnt mit einer Mini-ITX-Platine, die mit Standard-ATX-Headern ausgestattet ist und in jedes PC-Gehäuse passt. Das integrierte 400-W-Netzteil basiert auf dem Flex-ATX-Standard und die 120-mm-Lüfter können durch beliebige Lüfter der gleichen Größe ersetzt werden.
Das System bietet einen modularen Ansatz mit austauschbaren Seitenverkleidungen, einem optionalen Tragegriff und 21 anpassbaren Frontplatten. Auf der Front befinden sich auch zwei mit den Framework-Laptops kompatible Erweiterungsschächte. Zudem unterstützt der Desktop PCI Express mit vier Lanes Bandbreite und verfügt über zwei M.2 2280-Steckplätze für SSDs. Das rückwärtige I/O-Angebot umfasst zwei USB4-Anschlüsse, zwei DisplayPorts, einen HDMI-Anschluss und einen 5-Gigabit-Ethernet-Anschluss.
Framework verspricht, dass der Desktop nicht nur mit Windows 11 und gängigen Linux-Distributionen wie Ubuntu und Fedora, sondern auch mit spielorientierten Linux-Varianten wie Playtron OS und dem auf SteamOS basierenden Bazzite kompatibel ist. Auch wenn zentrale Systemkomponenten nicht aufrüstbar sind, ähnelt der neue Desktop dennoch dem Framework-Ansatz, indem er versucht, modulare Standards zu etablieren und eine Marktlücke zu füllen.