- Die Planeten Venus, Mars, Jupiter, Uranus, Merkur, Saturn und Neptun werden am nächtlichen Himmel gleichzeitig sichtbar sein. Aufgrund der Ekliptikebene erscheinen die Planeten aus irdischer Sicht scheinbar ausgerichtet, obwohl sie weit voneinander entfernt sind. Der 28. Februar bietet die beste Gelegenheit, dieses Himmelsspektakel in voller Pracht zu beobachten. Ein dunkler Ort fernab von Lichtverschmutzung ist optimal für die Beobachtung; einige Planeten sind mit bloßem Auge sichtbar, während andere optische Hilfsmittel erfordern. Astronomie-Apps mit Augmented Reality-Funktionen können bei der Orientierung am Himmel helfen.
In klaren Nächten haben Sie vielleicht schon den hellen Glanz der Venus erblickt, zusammen mit dem Mond am Himmelszelt bewundert. Doch die Gelegenheit, alle Planeten unseres Sonnensystems gleichzeitig zu sehen, ist eine seltene Sternenfabel. An diesem Freitag bietet sich Ihnen die Möglichkeit, ein solch rasantes astronomisches Ereignis zu genießen. Die Planeten Venus, Mars, Jupiter, Uranus, Merkur, Saturn und Neptun werden für Erdlinge sichtbar sein und sich am nächtlichen Firmament präsentieren.
Planetenparade erklärt
Planetenanordnungen entstehen, weil die Himmelskörper unseres Sonnensystems die Sonne auf der etwa gleichen Ebene, der Ekliptikebene, umkreisen. Aufgrund ihrer variierenden Geschwindigkeiten und Abstände zur Sonne gibt es Situationen, in denen sie aus irdischer Sicht scheinbar ausgerichtet sind. Diese Ausrichtung ist lediglich ein optisches Schauspiel, denn selbst dann bleiben die Planeten Millionen oder gar Milliarden von Kilometern voneinander entfernt im All.
Einige Regionen der Erde können dieses kosmische Schauspiel bereits erblicken, doch der 28. Februar gilt als die beste Gelegenheit, es in seiner vollen Pracht zu sehen. Um diesen himmlischen Reigen zu beobachten, empfiehlt es sich, etwa 45 Minuten nach Sonnenuntergang Ausschau zu halten.
Tipps zur Beobachtung
Ein klarer Himmel ist unerlässlich – ohne ihn bleibt alles nur Schall und Rauch! Idealerweise suchen Sie sich einen dunklen Ort weitab von städtischer Lichtverschmutzung, mit freiem Blick zum Horizont. Während Venus, Mars, Jupiter und Uranus ohne optische Hilfsmittel sichtbar sind, werden Ferngläser oder Teleskope das Erlebnis erheblich aufwerten. Merkur und Saturn sind ebenfalls mit bloßem Auge sichtbar, doch könnte es eine Herausforderung darstellen, daher werden optische Hilfsmittel dringend empfohlen. Für Neptun ist der Griff zu astronomischer Ausrüstung unumgänglich.
Wo genau am Himmel Sie Ausschau halten sollten, hängt von Ihrem geographischen Standort ab. Hierbei können hilfreiche Astronomie-Apps zur Hand gehen. Zahlreiche dieser digitalen Helferlein bieten Augmented Reality-Funktionen, die durch Einblenden von Labels die Orientierung am Nachthimmel erleichtern. Star Walk 2 Pro: Himmelskarte Live ist eine exzellente Wahl für Einsteiger, während das fortgeschrittenere SkySafari 7 Pro alle Bedürfnisse erfahrener Sterngucker stillen kann.