- Die neue Covid-19-Variante „Stratus“ wird von der WHO als „Variante unter Beobachtung“ geführt, jedoch als geringes Gesundheitsrisiko eingestuft. Diese Variante weist Mutationen im Spike-Protein auf, die Antikörper umgehen können und präsentiert Heiserkeit als markantes Symptom. Stratus breitete sich im Frühjahr in Indien aus und hat sich auf 38 Länder ausgeweitet, ohne schwerere Erkrankungen oder erhöhte Todesraten zu verursachen. WHO bestätigt die Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe gegen die Stratus-Variante und betont die Notwendigkeit der kontinuierlichen Bewertung ihrer Effektivität.
Eine neue Variante des Covid-19-Virus gewinnt derzeit rasch an Bedeutung. Diese als XFG oder informell als „Stratus“ bekannte Variante wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „Variante unter Beobachtung“ geführt. Erwartet wird, dass sie neben den bereits dominierenden Varianten während des Sommers auf der Nordhalbkugel zirkuliert. Laut WHO ist das Risiko für die öffentliche Gesundheit jedoch gering. Die Infektionen zeichnen sich durch ein besonderes Symptom aus: Heiserkeit. Die Stratus-Variante stellt eine Kombination der Virusstämme LF.7 und LP.8.1.2 dar. Im Vergleich zur zuvor dominierenden Variante JN1 wurden markante mutative Profile im Spike-Protein festgestellt. Diese Mutationen an den Aminosäuren 478 und 487 fördern die Umgehung von Antikörpern, was bedeutet, dass die Variante möglicherweise effektiver ist, unser Immunsystem zu umgehen.
Globale Verbreitung der Stratus-Variante
Stratus dominierte im Frühjahr in Indien und begann sich weltweit stark zu verbreiten. Gisaid, eine globale Initiative zur Verfolgung viraler Varianten, berichtete Ende Mai, dass 22,7 Prozent der Covid-Proben, die während der letzten Maiwoche eingereicht wurden, Stratus zugeordnet werden konnten. Dies stellt einen Anstieg von 7,4 Prozent im Vergleich zu vier Wochen vorher dar. Diese Proben stammen aus 38 verschiedenen Ländern. Trotz der Ausbreitung der Variante deutet die verfügbare Datenlage nicht darauf hin, dass sie schwerere Erkrankungen oder vermehrte Todesfälle verursacht. Mediziner aus Indien stellten fest, dass Patienten oft unter Heiserkeit, trockenem Husten und Halsschmerzen litten, neben den bekannten Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen und Erschöpfung.
Impfstoffe und kontinuierliche Überwachung
Laut WHO sind die derzeit zugelassenen Covid-19-Impfstoffe gegen diese Variante wirksam, sowohl gegen symptomatische als auch gegen schwere Verläufe. Die Organisation hat betont, die Auswirkungen dieser und anderer Varianten auf die Impfstoffeffektivität kontinuierlich zu bewerten, um künftige Entscheidungen über Impfstoffanpassungen zu leiten. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die anhaltende Bedrohung durch Covid-19 zu bewältigen und die öffentliche Gesundheit zu schützen.