- OpenAI hat eine neue Technologie entwickelt, die komplexe Probleme mit schrittweiser Argumentation lösen kann. Dippy, ein auf Rollenspiel-Daten basierendes Sprachmodell, bietet eine Funktion zur Einsicht in die Denkprozesse von KI-Charakteren. Die Nutzerbasis von Dippy ist erheblich gewachsen, mit 500.000 monatlichen und 50.000 täglichen aktiven Nutzern. Trotz der Vermutung, dass hauptsächlich jüngere Männer solche Dienste nutzen, deutet die Geschlechterverteilung der Charaktere auf eine breite Nutzerbasis hin. Experten warnen vor potenziell negativen Verhaltensmustern, die durch solche KI-Gefährten gefördert werden könnten.
Wenn Sie über Links in unseren Geschichten etwas kaufen, können wir eine Provision verdienen. Dies unterstützt unseren Journalismus. Letzten Monat stellte OpenAI eine neue technologisch bahnbrechende Innovation vor. Diese kann komplexe Probleme mit einer simulierten schrittweisen Argumentation lösen. OpenAI behauptet, dass dieser Ansatz entscheidend für den Aufbau leistungsfähigerer KI-Systeme in der Zukunft sein könnte. In der Zwischenzeit könnte eine bescheidenere Version dieser Technologie dazu beitragen, KI-Gefährten spontaner und anziehender zu gestalten.
Fortschrittliche KI-Begleiter
Eine aufstrebende Firma, die „unkontrollierte“ KI-Gefährten anbietet, setzt genau auf diese Idee. Das Unternehmen hat kürzlich eine Funktion eingeführt, die den Nutzern ermöglicht, die Denkprozesse hinter den Antworten ihrer KI-Charaktere zu sehen. Dippy, so der Name, betreibt ein eigenes großes Sprachmodell, das auf der Basis von Rollenspiel-Daten feinabgestimmt wurde. Dies soll es der KI erleichtern, besser zu improvisieren, wenn ein Nutzer das Gespräch in eine bestimmte Richtung lenkt. Der Geschäftsführer von Dippy, Akshat Jagga, erklärt, dass die Hinzufügung einer zusätzlichen Schicht von simuliertem „Denken“—bekannt als „Ketten-Denk-Aufforderung“—interessantere und überraschendere Antworten hervorrufen kann. „Viele Menschen nutzen es“, sagt Jagga. „Normalerweise gibt ein Sprachmodell nur eine reflexartige Antwort.“
Interaktive Nutzererfahrung
Jagga ergänzt, dass die neue Funktion offenlegen kann, wann einer der KI-Charaktere täuschend ist, was einige Nutzer offenbar im Rahmen ihres Rollenspiels genießen. „Es ist faszinierend, wenn man die inneren Gedanken des Charakters tatsächlich lesen kann“, erklärt Jagga. „Wir haben diesen Charakter, der im Vordergrund freundlich, aber im Hintergrund manipulativ ist.“ Bei Tests mit einigen Standardcharakteren von Dippy, eingestellten auf harmlose Interaktion, wurde eine zusätzliche Dimension zum Erzählerischen hinzugefügt. Jedoch waren die Dialoge dennoch vorhersehbar und erinnerten an schlecht geschriebene romantische Romane.
Dippy’s Erfolg und Wachstum
Trotz gewisser Einschränkungen zeigt Dippy, wie beliebt und fesselnd KI-Gefährten werden. Jagga, gemeinsam mit Mitbegründer Angad Arneja, hatte zuvor ein Unternehmen mit Fokus auf von KI generierte Memes gegründet, verließ es jedoch 2023, um ein KI-gestütztes Büroproduktivitätstool zu entwickeln. Ohne großartige Werbung hat Dippy beeindruckende 500.000 monatliche und 50.000 tägliche aktive Nutzer gewonnen. Im Durchschnitt verbringen die Menschen dabei eine Stunde auf der App. In einer frühen Finanzierungsrunde erhielt Dippy beeindruckende 2,1 Millionen Dollar an „Pre-Seed“-Fonds.
Dynamische Veränderungen in der KI-Landschaft
Es gibt bereits einen florierenden Markt für ähnliche Technologien. Zahlreiche andere Apps bieten KI-Beziehungen an, und Daten der Investmentfirma Andreessen Horowitz zeigen, dass unter den beliebtesten KI-Tools viele solche Begleiter-Apps zu finden sind. Während oft angenommen wird, dass hauptsächlich jüngere, wenig soziale Männer solche Dienste nutzen, zeigt die Verteilung von 70 Prozent männlichen Charakteren in Dippy’s Nutzerbasis an, dass viele Anwender weiblich sein könnten. Diese Anwendungen könnten tiefgreifende soziale Auswirkungen haben, die wir noch begreifen müssen. Einige Experten warnen davor, dass Bots negative Verhaltensmuster fördern könnten.
Nicht nur die Funktionsweise der KI-Gefährten, sondern auch die Art und Weise, wie Menschen mit diesen Apps interagieren, muss untersucht werden. Dies könnte helfen, die wahren Vorteile und Risiken dieser faszinierenden Technologie besser zu verstehen.