- Chuck Borges, der oberste Datenbeauftragte der SSA, wurde nach Einreichung einer Whistleblower-Beschwerde seines Amtes enthoben. Die E-Mail, die darüber informierte, verschwand innerhalb von 30 Minuten mysteriös aus den Postfächern. Borges behauptet, das Department of Government Efficiency habe unrechtmäßige Daten-Uploads durchgeführt. Diese Aktionen könnten datenschutzrechtliche Konsequenzen haben und wurden als illegal und unethisch bezeichnet. Die SSA verteidigt ihre Datenvorsorgepraktiken trotz der erhobenen Vorwürfe.
Am letzten Freitag versetzte eine wichtige Nachricht die Belegschaft der Social Security Administration (SSA) in Aufruhr. Chuck Borges, der oberste Datenbeauftragte der Behörde, informierte die Mitarbeiter per E-Mail, dass er seines Amtes enthoben wurde, nachdem er in dieser Woche eine Whistleblower-Beschwerde eingereicht hatte. Doch was die Brisanz der Nachricht noch verstärkte, war das plötzliche Verschwinden der E-Mail aus den Postfächern der Angestellten. Innerhalb von weniger als 30 Minuten war die Nachricht, die für einiges Aufsehen sorgte, auf mysteriöse Weise verschwunden.
Entfernung der E-Mail: Ein Rätsel
In seiner Abschiedsnachricht an die Mitarbeiter erklärte Borges, dass sein unfreiwilliger Rücktritt aus seinem Posten bei der SSA auf die unzulässigen Maßnahmen der Behörde gegen ihn zurückzuführen sei. Diese hätten seine Arbeit auf eine Weise erschwert, die ungesetzlich und unethisch sei, und ihn in einen Zustand gravierender emotionaler und körperlicher Belastung versetzt. Die schnellen Löschungsvorgänge der E-Mail werfen natürlich Fragen auf. Ein SSA-Mitarbeiter spekulierte, dass sie aufgrund ihrer kritischen Haltung gegenüber der Agentur entfernt worden sein könnte.
Nach den Vorgaben des Federal Records Act von 1950 sind US-Behörden normalerweise verpflichtet, interne Unterlagen, einschließlich E-Mails, zu archivieren. Unabhängige Journalisten, die sich des Themas angenommen haben, berichteten ebenfalls über Borges’ Rücktritt und das mysteriöse Verschwinden seines Rundschreibens.
Borges’ schwerwiegende Vorwürfe
Die unfreiwillige Demission erfolgte kurz nach Borges’ Anzeige beim Office of Special Counsel der USA. Darin beschuldigte er das Department of Government Efficiency (DOGE) unrechtmäßigen Uploads sensibler SSA-Daten, darunter personenbezogene Daten von Millionen Menschen, auf eine Cloud-Plattform. Borges behauptet, das Hochladen solcher „Live“-Daten außerhalb der offiziellen Protokolle sei illegal und könnte das Risiko eines Datendiebstahls oder einer Datenschutzverletzung erhöhen.
In einem Statement verteidigte ein SSA-Sprecher jedoch die Datenvorsorgepraktiken der Behörde und behauptete, dass die Datensätze, auf die sich die Beschwerde beziehe, durch Netzsperren vom Internet abgeschottet seien. Trotz der Vorwürfe hält die SSA an ihrer Position der sicheren Datenverwaltung fest, mit einem Team, das die Sicherheit der Informationssysteme überwacht.
Borges’ Beschwerde umfasst auch Dokumente, die aufzeigen, dass DOGE-Mitglieder die unberechtigte Übertragung von Daten von einem wesentlichen SSA-Datenbestand zu einer „virtuellen privaten Cloud“ in Auftrag gegeben haben. Diese Aktionen, so die Klage, stellten Verstöße gegen Sicherheitsprotokolle der SSA und bundesstaatliche Datenschutzgesetze dar. Ob die angesprochenen Verantwortlichen auf diese Vorwürfe reagieren werden, bleibt abzuwarten.