- Produkte auf WIRED werden unabhängig ausgewählt, aber Vergütungen können bei Käufen über Links erfolgen.
- Die Melatonin-Empfehlung variiert individuell, und ein Arzt sollte konsultiert werden vor der Einnahme.
- Melatonin wird vom Gehirn produziert, und Sonnenlicht hemmt seine Produktion.
- Die FDA reguliert Supplements nicht wie Medikamente, was Unsicherheiten über die Produktqualität schafft.
- Neben Melatonin können regelmäßige Bewegung und Schlafhygiene den Schlaf verbessern.
Produkte, die auf WIRED vorgestellt werden, werden von unseren Redakteuren unabhängig ausgewählt. Dennoch könnte eine Vergütung durch Einzelhändler und/oder durch Käufe über diese Links erfolgen. Wer in der Schlafbranche längere Zeit tätig ist, wird immer wieder mit der Frage konfrontiert: “Wie viel Melatonin sollte ich nehmen?” Eine universelle Antwort gibt es jedoch nicht, da sie von Individuum zu Individuum verschieden ist. Die beste Quelle für eine heutige Empfehlung bleibt Ihr Arzt. Klarstellend sei gesagt, dass ich kein Mediziner bin, auch wenn das meiner Familie ein großes Anliegen wäre. Doch bin ich seit mehreren Jahren ein erfahrener Schlafberater und habe in dieser Zeit viele Vorträge von medizinischen Fachleuten gehört und selbst Gespräche mit Spezialisten geführt.
Melatonin: Natürlich oder Supplement?
Beginnen wir mit den Grundlagen. Melatonin wird auf natürliche Weise von Ihrem Gehirn produziert – als Teil des zirkadianen Rhythmus. Es steuert Ihre innere Uhr und sorgt dafür, dass Sie tagsüber wach sind und nachts zur Ruhe kommen. Das Gehirn stellt Melatonin her, wobei Sonnenlicht die Produktion hemmt, sodass Sie in den Tag starten können. Obwohl der Körper Melatonin von sich aus herstellt, soll die Einnahme eines Supplements den Schlafzyklus einleiten. Falls Melatonin bei Ihnen nicht gewirkt hat oder Sie es erstmals einnehmen wollen, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. Dies gilt vor Beginn der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel, einschließlich Melatonin.
Regulierungen und Bedenken
Ein weiterer Grund, einen Gesundheitsexperten aufzusuchen, bevor Sie auf den Melatonin-Zug aufspringen, ist die maßgeschneiderte Empfehlung zur Beschaffung von Melatonin, sei es als Supplement oder in Nahrungsform. Laut Experten gibt es Gründe, Melatonin gänzlich zu umgehen, etwa wegen potenziell unerwarteter Nebenwirkungen wie Verdauungsbeschwerden. Die Realität ist, dass Supplements nicht durch die FDA reguliert sind wie Medikamente. Die University of Pennsylvania hat berichtet, dass die FDA Supplements mehr als Nahrung denn als Medikamente bewertet. Dies führt zu unsicheren Situationen, da die Qualität der Produkte oft nicht gewährleistet ist.
Es gibt viele Graubereiche, was erlaubt ist, bevor ein Produkt den Markt erreicht und auch nachdem es verfügbar ist. So kann ein Zusatzstoff in die Formel gelangen und der Supplementmarkt erreichen, ohne dass die FDA mehr tun kann, als eine Warnung sorgfältig auszusprechen. Diese Lücken führen zu Unklarheiten und potenziell gefährlichen Ergebnissen, besonders wenn Kinder betroffen sind. Ein allgemeines Missverständnis ist, dass rezeptfreie Produkte automatisch als sicher gelten – ein Irrtum, den es zu vermeiden gilt.
Richtige Anwendung und Alternativen
Wenn Ihr Arzt grünes Licht für die Einnahme von Melatonin gibt, beachten Sie dessen Anweisungen. Fachleute raten, mit einer Dosis von 3 Milligramm zu starten. Bei Kindern sollte immer ein Gespräch mit einem Kinderarzt erfolgen. Noch wichtiger als die Dosis ist der Zeitpunkt der Einnahme: Regelmäßigkeit zählt. Melatonin sollte Ihre abendliche Routine unterstützen, nicht übernehmen.
Neben Melatonin existieren auch andere Optionen für besseren Schlaf. Regelmäßige Bewegung und eine strukturierte Schlafhygiene sind entscheidend. Geräte gehören aus dem Schlafzimmer verbannt, da ihr Blaues Licht dem Tageslicht ähnelt und das Einschlafen erschwert. Weiße Rauschen-Maschinen oder andere alternative Geräuschquellen können ebenfalls helfen. Manchmal liegt das Problem aber nicht in der Schlafroutine selbst, sondern in der Umgebung – etwa wenn der genutzte Matratzenkomfort nicht mehr ausreicht. Ein Blick auf solche Gegebenheiten kann oft die wahre Ursache ans Licht bringen und den Schlaf verbessern, ohne dass ein Supplement vonnöten wäre.