Wenn du Keywords finden willst, brauchst du keinen Zaubertrick. Du brauchst ein klares Ziel, ein sauberes Thema und ein paar Tools, die dir zeigen, wonach Nutzer wirklich suchen. Für SEO und SEA gilt dabei dasselbe Prinzip: Nicht der lauteste Begriff gewinnt, sondern der passendste.

Was du vor der Recherche klären musst

Bevor du überhaupt ein Tool öffnest, musst du wissen, was deine Website erreichen soll. Geht es um Umsatz, um mehr Anfragen oder um mehr Sichtbarkeit für ein Thema? Genau da fängt die Arbeit an. Ohne Ziel sammelst du nur Begriffe, aber keine Strategie.

Schreib dir drei Dinge auf: Zielgruppe, Angebot und Thema. Wenn du ein Hotel vermarktest, suchst du andere Keywords als ein Restaurant oder ein Spa. Ein Begriff wie „Wellness“ bringt dir wenig, wenn du eigentlich „Day Spa Wien“ oder „Massage Hamburg“ brauchst. Das ist der Unterschied zwischen hübsch und brauchbar.

Merke dir das

Ein gutes Keyword passt zu Suchintention, Angebot und Standort. Wenn einer dieser Punkte nicht stimmt, bringt dir auch hohes Suchvolumen wenig.

So sammelst du erste Keyword-Ideen

Starte mit deinem eigenen Wortschatz. Welche Begriffe benutzt dein Team? Welche Fragen stellen Gäste, Kundinnen oder Kunden am Telefon? Welche Leistungen buchen sie wirklich? Genau daraus baust du die erste Liste. Danach ergänzt du Synonyme, Varianten und konkrete Ortsbegriffe.

Hilfreich sind auch interne Quellen. Schau in Suchanfragen auf deiner Website, in Google Search Console, in SEA-Kampagnen oder in alten Content-Texten nach. Oft liegen dort schon Begriffe, die Nutzer längst verwenden. Du musst sie nur sauber sortieren.

  • Hauptthema notieren
  • Leistungen und Unterthemen ergänzen
  • Orte, Regionen und Stadtteile dazunehmen
  • Fragen der Nutzer sammeln
  • Synonyme und Schreibweisen prüfen

Welche Tools dir wirklich helfen

Der Google Keyword Planner bleibt ein guter Start, weil du dort Suchvolumen und Wettbewerb siehst. Für SEA ist das besonders praktisch, weil du Begriffe direkt gegen Kosten und Konkurrenz prüfst. Für SEO reicht das allein aber nicht. Du brauchst auch den Blick auf Suchintention und Themenumfeld.

Google Trends zeigt dir, ob ein Begriff steigt, fällt oder saisonal schwankt. Das ist wichtig, wenn du Inhalte planst oder Kampagnen nur zu bestimmten Zeiten schaltest. Moz Keyword Explorer, Wordtracker, SERPstat, SpyFu und SEMrush helfen dir dabei, verwandte Begriffe, Wettbewerber und Suchmuster besser einzuordnen. Bing Ads Intelligence ergänzt das Ganze für Microsoft Ads.

Tool
Stärke
Gut für
Kosten
Besonderheit
Google Keyword Planner
Suchvolumen und Wettbewerb
SEA-Start
kostenlos
Direkt an Google Ads gekoppelt
Google Trends
Interesse über Zeit
Saison und Nachfrage
kostenlos
Ideal für Trendvergleiche
SEMrush
Wettbewerbsanalyse
Content und SEA
kostenpflichtig
Zeigt auch Konkurrenzbegriffe
SpyFu
Konkurrenten einsehen
SEA-Recherche
kostenpflichtig
Schaut auf fremde Anzeigen

Warum SEO und SEA nicht dieselben Keywords brauchen

SEO und SEA greifen oft auf dieselbe Basis zurück, aber sie spielen unterschiedlich. In SEO suchst du Themen, die du mit starken Inhalten sauber abdecken kannst. In SEA suchst du Begriffe, die Klicks bringen, ohne dein Budget zu verbrennen. Klingt simpel? Ist es auch. Aber nur, wenn du sauber trennst.

Ein Keyword mit hohem Suchvolumen kann für SEO spannend sein, aber für SEA zu teuer. Ein sehr spezieller Begriff mit wenig Suchvolumen kann im Anzeigenkonto dagegen genau richtig sein, weil die Conversion besser ausfällt. Deshalb musst du immer beide Seiten denken: Sichtbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Redaktions-Tipp: Baue deine Liste nicht nur aus Einzelwörtern. Long-Tail-Keywords sind oft genauer und bringen weniger Streuverlust.

So prüfst du, ob ein Keyword passt

Jetzt kommt der eigentliche Test. Schau dir an, was hinter dem Begriff steckt. Sucht jemand Informationen, einen Vergleich oder direkt eine Buchung? Will die Person lernen, kaufen oder nur stöbern? Genau daran entscheidet sich, ob dein Content oder deine Anzeige später funktioniert.

Prüfe außerdem, ob das Keyword zu deinem Angebot passt. Wenn du ein City-Hotel in Hamburg betreibst, bringt dir ein allgemeiner Begriff wie „Urlaub“ wenig. Besser sind konkrete Kombinationen wie „Hotel Hamburg Hafen“, „Business Hotel Hamburg“ oder „Hotel nahe Speicherstadt“. Je klarer der Bezug, desto besser.

  1. Suchintention lesen
  2. Wettbewerb prüfen
  3. Saison und Region ansehen
  4. Begriff gegen Angebot halten
  5. Testlauf starten

Diese acht Tools kannst du ausprobieren

Der Google Keyword Planner bleibt für viele der erste Schritt. Moz Keyword Explorer liefert zusätzliche Kennzahlen und Ideen. Wordtracker hilft dir beim Sammeln neuer Begriffe. SERPstat, SEMrush und SpyFu geben dir Einblick in Wettbewerb und Sichtbarkeit. Google Trends zeigt, wie sich ein Begriff über Zeit bewegt. Bing Ads Intelligence ergänzt die Sicht auf Microsoft Ads.

Google Keyword Planner

Der Klassiker für den Einstieg. Du siehst Suchvolumen, Wettbewerb und neue Wortideen. Für SEA ist das Tool fast Pflicht, weil du damit schnell erkennst, welche Begriffe Geld kosten können.

Gut für saisonale Themen und regionale Unterschiede. Wenn ein Begriff im Winter steigt und im Sommer abfällt, merkst du das hier früh genug. Praktisch für Content-Planung und Kampagnensteuerung.

Moz Keyword Explorer

Hilft dir bei Suchvolumen, Wettbewerb und geschätzter Klickrate. Das Tool eignet sich besonders, wenn du Themen tiefer prüfen willst und nicht nur auf ein einzelnes Volumen schaust.

Wordtracker

Gut, wenn du neue Begriffe suchst und deine Liste breiter aufstellen willst. Das Tool ist eher Recherche als Kampagnensteuerung, also genau richtig für den ersten Themenblock.

SERPstat

Liefert dir Einblicke in Suchvolumen, Wettbewerb und Klickpotenzial. Damit kannst du Begriffe schneller in Gruppen sortieren und für Content oder Anzeigen vorbereiten.

SEMrush und SpyFu

Beide Tools helfen dir beim Blick auf Wettbewerber. Du siehst, welche Begriffe andere spielen und wo sie investieren. Das ist nicht nur spannend, sondern oft auch ziemlich aufschlussreich.

So baust du aus Keywords eine gute Struktur

Eine lange Liste reicht nicht. Du musst die Begriffe in Gruppen sortieren. Ein Cluster kann etwa aus Hauptkeyword, Nebenkeyword und Frage bestehen. Für ein Hotel wäre das zum Beispiel „Hotel Hamburg“, „Hotel Hamburg Zentrum“ und „Hotel nahe Elbphilharmonie“. So entsteht ein klares Themenfeld statt eines Keyword-Sammelsuriums.

Genau diese Struktur brauchst du später für SEO-Seiten, Ads-Gruppen und Inhalte. Jede Gruppe sollte ein klares Thema haben. Wenn du alles in einen Topf wirfst, wird es unübersichtlich. Und unübersichtlich rankt selten gut.

Praktischer Check

Wenn du ein Keyword nicht in einem Satz erklären kannst, ist es oft zu breit. Dann brauchst du eine präzisere Variante oder eine eigene Unterseite.

Fazit: Erst denken, dann suchen

Keywords finden heißt nicht, wild Begriffe zu sammeln. Du brauchst ein Ziel, ein Thema und eine klare Prüfung. Erst dann erkennst du, welche Suchwörter für SEO und SEA wirklich taugen. Wer das sauber macht, spart Zeit, Budget und schlechte Klicks.

Die gute Nachricht: Du brauchst dafür keinen riesigen Tool-Stack. Schon mit Google Keyword Planner, Google Trends und einer sauberen Ideenliste kommst du weit. Der Rest ist Disziplin. Und ein bisschen Geduld.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie finde ich die richtigen Keywords für meine Website?

Starte mit deinem Ziel, deinem Angebot und der Suchintention deiner Zielgruppe. Sammle dann Begriffe aus echten Fragen, internen Suchanfragen und dem Google Keyword Planner. Danach sortierst du die Keywords in Themencluster und prüfst, welche Begriffe wirklich zu deinem Content passen.

Worin liegt der Unterschied zwischen SEO- und SEA-Keywords?

SEO-Keywords brauchst du für Inhalte, die organisch gefunden werden sollen. SEA-Keywords prüfst du zusätzlich auf Klickpreise, Wettbewerb und Conversion-Potenzial. Oft überschneiden sich beide Bereiche, aber die Gewichtung ist unterschiedlich.

Welches kostenlose Tool eignet sich für den Start?

Der Google Keyword Planner ist für den Einstieg am stärksten. Er zeigt dir Suchvolumen, Wettbewerb und verwandte Begriffe. Google Trends ergänzt das gut, wenn du saisonale Schwankungen oder regionale Unterschiede sehen willst.

Wie viele Keywords sollte ich am Anfang sammeln?

Für den Start reichen 10 bis 15 relevante Keywords pro Thema. Wichtiger als die Menge ist die Qualität. Wenn du zu breit anfängst, verlierst du schnell den Überblick und landest bei Begriffe, die nichts bringen.

Sind Long-Tail-Keywords wirklich besser?

Oft ja, weil sie genauer sind und weniger Streuverlust erzeugen. Ein Begriff wie „Hotel Hamburg“ ist breit, „Business Hotel Hamburg Hafen“ ist deutlich präziser. Das hilft dir bei SEO und oft auch bei SEA.

Wie erkenne ich die Suchintention hinter einem Keyword?

Schau dir an, welche Inhalte bei Google auf der ersten Seite auftauchen. Tauchen Ratgeber, Produkte oder lokale Treffer auf? Daraus liest du ab, ob Nutzer informieren, vergleichen oder direkt buchen wollen.

Wie wichtig ist Suchvolumen bei der Keyword-Auswahl?

Suchvolumen ist wichtig, aber nicht alles. Ein hoher Wert bringt dir wenig, wenn das Keyword nicht zum Angebot passt oder zu teuer ist. Manchmal ist ein kleinerer Begriff mit klarer Kaufabsicht die bessere Wahl.

Wie oft sollte ich Keywords überprüfen?

Regelmäßig. Suchverhalten, Wettbewerb und Nachfrage ändern sich. Prüfe deine Liste spätestens dann neu, wenn Kampagnen schlechter laufen, neue Themen auftauchen oder sich die Saison verschiebt.

Kann ich dieselben Keywords für jede Seite nutzen?

Nein, jede Seite braucht einen eigenen Schwerpunkt. Wenn du überall dieselben Begriffe einsetzt, verwässerst du dein Thema. Besser ist eine klare Zuordnung von Keyword, Seite und Inhalt.

Welche Rolle spielt Google Trends bei der Recherche?

Google Trends zeigt dir, ob ein Keyword wächst, fällt oder nur saisonal relevant ist. Das ist besonders nützlich für Planungen im Voraus. So siehst du rechtzeitig, wann ein Thema überhaupt Aufmerksamkeit bekommt.

Soll ich auch Keywords der Konkurrenz prüfen?

Ja, das ist oft sehr aufschlussreich. Tools wie SpyFu oder SEMrush zeigen dir, welche Begriffe andere nutzen. Das ersetzt keine eigene Strategie, aber es liefert dir gute Hinweise auf Lücken und Chancen.

Wie viele Keyword-Gruppen sollte ich anlegen?

So viele wie nötig, aber so wenige wie möglich. Eine gute Gruppe bündelt verwandte Begriffe mit derselben Suchintention. Wenn du merkst, dass eine Gruppe zu breit wird, trennst du sie besser in zwei Themen auf.
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