myfeedr nimmt eine Website-Adresse entgegen und gibt ein fertiges Banner-Set zurück. Logo, Farben, Schriften und Texte holt sich der Generator direkt aus der Seite, die du einträgst, und setzt daraus dieselbe Anzeige in bis zu 38 Formaten. Wer regelmäßig Werbemittel braucht, aber kein Grafikteam im Rücken hat, spart sich damit den Arbeitsschritt, der eine Kampagne sonst am längsten aufhält.
Was myfeedr macht
Ausgangspunkt ist deine eigene Seite. myfeedr lädt sie, sucht das Logo, liest die Farbwerte aus, erkennt die verwendeten Schriften und zieht Titel, Beschreibung und Produkttexte heraus. Aus diesem Material entstehen statische Grafiken in den gängigen Werbeformaten, ausgeliefert als PNG und JPG im ZIP-Archiv.
Das Auslesen kostet nichts und dauert nach Angabe des Anbieters je nach Seite zwischen 20 Sekunden und drei Minuten. Ein Konto brauchst du erst beim Freischalten. Bis dahin siehst du nur, was gefunden wurde, und entscheidest anhand des Ergebnisses, ob es trägt.
Wie der Ablauf aussieht
Drei Schritte liegen zwischen der Adresse und dem Download.
- Auslesen
Die Seite wird geladen, Logo, Farbwerte, Schriften und Produkttexte werden herausgezogen. Dieser Schritt ist kostenlos und verlangt keine Anmeldung.
- Prüfen
Du bekommst gezeigt, was gefunden wurde. Klappt das Auslesen nicht sauber, wählst du Farben und Schriften im Editor selbst aus, statt von vorn anzufangen.
- Freischalten
Nach Konto und Zahlung per Karte oder Gutschein-Code werden alle Banner des gewählten Pakets gerendert und stehen als Download bereit.
Im anschließenden Studio bleiben Logo, Farben, Layout und Texte veränderbar. Jedes einzelne Banner lässt sich nachbearbeiten oder gegen eine andere Layout-Variante tauschen, ohne dass du das ganze Set neu erzeugen musst.
Welche Formate im Set stecken
Das vollständige Set umfasst 38 Formate und verteilt sich auf Display, Social Media und Newsletter. Die Display-Seite deckt die Maße ab, die im Bannergeschäft seit Jahren gesetzt sind, darunter Medium Rectangle mit 300 × 250, Leaderboard mit 728 × 90, Half Page mit 300 × 600, Wide Skyscraper mit 160 × 600 und Mobile Banner mit 320 × 50. Dazu kommen Google-Ads-Maße sowie Social-Formate wie der quadratische Instagram-Feed-Post mit 1080 × 1080.
Welche Formate zu welchem Zweck taugen, steht ausführlicher in unserem Beitrag zu Bannerwerbung. Die vollständige Formatliste führt myfeedr auf der Seite zu den Bannergrößen.
Was die Pakete kosten
Abgerechnet wird einmalig, ein Abo gibt es nicht. Die Preise sind Nettopreise und unterscheiden sich vor allem im Umfang des Sets.
Der Anbieter stellt dem eine Agenturleistung gegenüber und rechnet dabei mit rund 67 Euro je adaptierter Größe. Für das Paket mit 31 Formaten kommt er so auf 2.070 Euro und beziffert die Ersparnis mit 86 Prozent. Das ist seine eigene Rechnung, kein Marktwert, und sie hängt daran, wie viel Gestaltungsarbeit ein Set tatsächlich verlangt. Als Größenordnung taugt der Vergleich trotzdem, weil Bannersätze in Agenturen üblicherweise pro Format kalkuliert werden.
Wo die Grenzen liegen
Geliefert werden statische Grafiken, kein HTML5. Für animierte Werbemittel oder interaktive Formate brauchst du weiterhin ein anderes Werkzeug. Wer hauptsächlich in Netzwerken schaltet, die statische Banner akzeptieren, merkt davon nichts, wer auf bewegte Kreation setzt, sehr wohl.
Die zweite Grenze steckt in der Quelle. Ein Set kann nur so gut werden wie das, was auf deiner Seite steht. Fehlt ein sauber freigestelltes Logo, sind die Farben im Code nicht konsistent hinterlegt oder liegen die Schriften nur als Grafik vor, kommt weniger Verwertbares zurück. Genau dafür gibt es den Prüfschritt und den Editor, in dem du Farben und Schriften selbst setzt.
Und schließlich bleibt die Gestaltung eine Vorlage. Ein Generator kennt weder die Kampagnenbotschaft noch das Umfeld, in dem das Banner läuft. Die Motive im Studio nachzuschärfen ist deshalb kein optionaler Feinschliff, sondern der Teil, in dem aus einem korrekten Set ein wirksames wird.
Für wen sich das lohnt
- Kleine Teams ohne Grafikabteilung
Wenn niemand da ist, der 38 Dateien anlegt, ist der Generator der Unterschied zwischen Kampagne und Nicht-Kampagne.
- Agenturen mit vielen kleinen Kunden
Für Kunden, bei denen ein handgebautes Set das Budget sprengen würde, entsteht so überhaupt erst ein Werbemittelsatz.
- Shops mit wechselnden Aktionen
Weil das Set aus der Website kommt, lässt es sich nach einem Relaunch oder einer Aktion neu erzeugen, statt jede Datei einzeln nachzuziehen.
- Alle, die Konsistenz brauchen
Jedes Format entsteht aus derselben Vorlage. Abweichende Logos oder Farben über die Formate hinweg, der Klassiker bei Handarbeit unter Zeitdruck, fallen damit weg.
Was nach dem Download ansteht
Mit dem ZIP-Archiv ist die Arbeit nicht ganz zu Ende. Werbenetzwerke setzen Obergrenzen für die Dateigröße, und die liegen je nach Umfeld schnell bei 150 Kilobyte pro Banner. Grafiken, die aus einem Screenshot oder einem Produktfoto entstanden sind, liegen darüber. Ein Durchlauf durch ein Komprimierungswerkzeug wie imagenimble löst das, ohne dass du das Set neu erzeugen musst.
Danach kommt der Teil, den kein Generator abnimmt. Prüfe die Headline in jedem Format einzeln, denn ein Text, der im Half Page mit 300 × 600 Pixeln funktioniert, wird im Mobile Banner mit 320 × 50 unlesbar. Kontrolliere außerdem, ob das Logo auf dem gewählten Hintergrund genug Kontrast behält. Beides sind Zwei-Minuten-Prüfungen, die den Unterschied zwischen einem korrekten und einem wirksamen Set ausmachen.
Fazit
myfeedr löst ein enges, aber verlässlich wiederkehrendes Problem. Die Produktion der Werbemittel ist selten der interessante Teil einer Kampagne, kostet aber regelmäßig die meiste Zeit, und genau diesen Teil automatisiert der Generator. Die Einschränkung auf statische Formate solltest du vorher kennen, ebenso die Abhängigkeit von der eigenen Website als Quelle. Wer beides einplant, bekommt für einen einmaligen Betrag ein vollständiges Set und kann sich um das kümmern, was die Kampagne am Ende trägt, nämlich Zielgruppe, Umfeld und Botschaft.
